kunde deutsches museum bonn
projekt postkarten bastelset für kinder und jugendliche
agentur spatial design
jahr 2011

Die Postkartenserie für den Museumsshop des Deutschen Museums Bonn übersetzt naturwissenschaftliche und geometrische Inhalte in ein spielerisches Bastelerlebnis. Ziel ist es, Neugier auf Mathematik, Geometrie und räumliches Denken zu wecken und komplexe Zusammenhänge durch eigenes Ausprobieren unmittelbar erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist ein Exponat des visionären Gestalters und Zukunftshilosophen Buckminster Fuller und seine Beschäftigung mit geometrischen Körpern. Die Agenturleistung umfasste die Übersetzung von Ikosaeder, Oktaeder und Kuboktaeder in drei eigenständige Bastelsets. Die geometrischen Körper wurden als flächige Abwicklungen konstruiert und so aufbereitet, dass sie sich mit einfachen Mitteln ausschneiden, falzen und zusammenkleben lassen. Eine besondere gestalterische Ebene bildet die Weltkarte als grafisches Motiv. Sie wird auf die Flächen der geometrischen Körper übertragen und macht die Transformation von der zweidimensionalen Fläche zur dreidimensionalen Form unmittelbar sichtbar. Gleichzeitig entsteht ein spielerischer Bezug zwischen Geometrie, räumlichem Denken und der Darstellung unserer Welt. Die Leistung umfasste die Detailkonstruktion der drei Bastelsets sowie deren grafische Ausgestaltung, Illustration, Typografie und Layout. Dabei wurden wissenschaftliche Inhalte in eine klare, visuell ansprechende und für Kinder und Jugendliche zugängliche Gestaltung übersetzt. Das Prinzip ist bewusst einfach: schneiden, ritzen, falzen, kleben – und Geometrie begreifen. So wird das Exponat aus dem Museum in ein eigenes haptisches Erlebnis überführt. Die Postkarten verbinden spielerisches Gestalten mit naturwissenschaftlicher Vermittlung und machen komplexe geometrische Zusammenhänge auf unmittelbare Weise erfahrbar.